von Redaktion

Gestern fragte Klara den Waschbären: „Diese langen Haare an deiner Schnauze, wozu hast du die, Waldemar?“ „Das sind meine Tasthaare“, brummte Waldemar, „sie helfen mir – vor allem wenn es dunkel ist – , dass ich meinen Weg finde. Nützlich sind sie zudem bei der Suche nach Futter.“ Agnes schnatterte: „Die Zweibeiner nennen diese Haare Vibrissen. Fast alle Säugetieren haben sie, zumindest im Gesicht. Aber manche haben auch an den Pfoten Vibrissen.“ Klara quakte: „Wie funktionieren sie?“ „In den Spitzen der Vibrissen kann Waldemar nichts fühlen“, schnatterte Agnes, „aber die Vibrissen liegen in seiner Haut in einer Kapsel, die mit Blut gefüllt ist. Wenn Waldemar mit der Haarspitze etwas berührt, geht diese Bewegung bis ans andere Ende, das Blut bewegt sich, und in der Kapselhaut nehmen viele Nerven diese Bewegung wahr und leiten Signale ans Gehirn weiter.“ „Irre“, schnatterte Klara. Agnes wusste noch mehr. „Viele Tiere können die Vibrissen bewegen“, schnatterte sie. „Stimmt“, quakte Klara, „bei Mäusen sieht das putzig aus.“ „Ich kann mir vorstellen, dass diese Tasthaare für Maulwürfe wichtig sind“, quakte Klara, „die leben ja unter der Erde immer im Dunkeln.“ „Deshalb haben Maulwürfe auch an den Pfoten und sogar an der Schwanzspitze Tasthaare“, schnatterte Agnes. „Und stellt euch vor: Der Maulwurf ist mit diesen Tasthaaren so fein ausgestattet, dass er sogar die Erdbewegung wahrnimmt, die ein Regenwurm in seiner Nähe verursacht.“ Eure Paula

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