LIEBE KINDER

von Redaktion

Gestern aß ich gemeinsam mit meinen Tierfreunden zu Abend. Klara fragte, was Völkerrecht ist – sie hatte das Wort in letzter Zeit oft gehört, konnte sich aber nichts darunter vorstellen. Agnes erklärte, dass die Zweibeiner sagen, dass man auch international, also unter den Staaten, eine Rechtsgrundlage braucht. Wenn man sich darüber einigt, welches Verhalten in Ordnung ist und welches nicht, führt das zu mehr Sicherheit. Dieses internationale Recht nennt man Völkerrecht.

Klara fragte: „Was steht im Völkerrecht?“ Agnes schnatterte, dass das Völkerrecht ein Hauptziel hat: Es soll dazu beitragen, dass auf der Welt Frieden herrscht. Ein wichtiger Teil des Völkerrechts ist nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Damals einigte man sich darauf, dass Staaten keine Kriege beginnen dürfen. Staaten dürfen nur in zwei Fällen Krieg führen. Entweder, wenn sie angegriffen wurden und sich gegen den angreifenden Staat verteidigen. Oder, wenn der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, eine bestimmte Gruppe von Ländern, entscheidet, dass ein Angriff nötig ist, um Frieden herzustellen. Das kann der Fall sein, wenn ein angreifendes Land auch von anderen Staaten angegriffen wird, damit es den Krieg schnell beendet. Ein Angriff auf einen anderen Staat, der nicht unter diese zwei Ausnahmen fällt, nennt man völkerrechtswidrig. Klara wollte wissen, was dan passiert. Agnes quakte, dass das Völkerrecht nur für Staaten gilt, die dem davor zugestimmt haben. Dafür wird es oft kritisiert. Eure Paula

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