Als ich gestern meinen Freund, den Waschbär Waldemar, besuchte, saß dieser vor seinem Unterschlupf und strich gewissenhaft mit einer Bürste über seinen Bauch. Neugierig schnatterte ich: „Hallo Waldemar! Was treibst du denn da?“ Der Waschbär brummte: „Das siehst du doch! Ich bürste meinen Bauch. Das mache ich, damit meine Haare schön lang werden.“ Ich kicherte: „Das klingt nach einem guten Plan! Es gibt nur ein Problem – nicht alle Haare können lange wachsen.“
Verwundert verlangte Waldemar nach einer Erklärung. Ich quakte, dass Haare an manchen Stellen des Körpers zur Zottelmähne werden können, an anderen Stellen aber nicht. Das sieht man an den Zweibeinern. Viele von ihnen haben lange Kopfhaare. Ich erklärte, dass aber auch diese Kopfhaare nicht immer weiterwachsen, sondern nach einer Weile stoppen. Aber es gibt einen großen Unterschied: Die Haare an den Armen und Beinen der Zweibeiner wachsen nur ungefähr drei Monate lang. Danach bleiben sie eine Weile so und fallen dann aus, während neue Haare nachkommen. Die Wachstumsphase der Kopfhaare dauert viel länger, nämlich ganze sechs Jahre. Durch diese lange Zeit können die Haare länger werden. Im Durchschnitt wächst ein Kopfhaar im Monat einen Zentimeter. Haare können meistens also 60 bis 70 Zentimeter lang werden. Es gibt aber auch Ausnahmen: Die längsten Haare, die 2004 bei einer Frau gemessen wurden, waren 5,62 Meter lang.
Eure Paula