Neulich war so ein schöner, lauer Abend bei uns am See. Die Biberin Dr. Berta Raspelzahn stellte ein paar Kerzen auf und entzündete sie mit einem Streichholz. Ich zuckte zusammen. Agnes hatte das beobachtet und flüsterte mir zu: „Weißt du, Paula, du musst eigentlich keine Angst haben vor den kleinen Flammen der Streichhölzer. Wenn man sorgsam damit umgeht, sind Streichhölzer eine feine Sache und faszinierend dazu. Ein Streichholzkopf besteht aus einem Gemisch aus Phosphor, Schwefel und Holzspänen. Der Hauptbestandteil der Reibefläche der Schachtel ist roter Phosphor. Wenn man nun mit dem Hölzchen daran entlangreibt, passiert etwas Chemisches: Es findet eine exotherme Reaktion statt, also eine Reaktion, bei der Wärme freigesetzt wird. Denn durch das Reiben des Streichholzes an der rauen Oberfläche entsteht Reibungswärme. Die reicht aus, um die chemischen Stoffe im Streichholzkopf zu entzünden. Der Phosphor reagiert mit Sauerstoff und es entsteht Phosphorpentoxid. Und voilà, hat man eine kleine Flamme, mit der man eine Kerze, einen Ofen oder eine andere Feuerstelle anzünden kann. Solange du gut achtgibst, dass nichts in der Nähe ist, das leicht brennbar ist und Feuer fangen könnte, ist alles gut. Auch solltest du den Wind dabei nicht unterschätzen. Und es ist immer gut, Wasser in der Nähe zu haben.“
Agnes deutete mit ihrem Flügel Richtung See. „Außerdem bist du ja nicht allein, wir passen mit auf, damit nichts passiert.“
Eure Paula