Schrecksekunde im Flieger

von Redaktion

Maschine von Denver nach München bricht bei Tempo 320 Start ab

Am Boden statt in der Luft: Der A350 der Lufthansa in Denver. Der Pilot musste den Start in letzter Sekunde abbrechen. © X/MattWallace888

München – Die Maschine war bereits kurz vor dem Abheben, dann entschloss sich die Crew zum Startabbruch. Bange Sekunden erlebten 314 Passagiere und die Besatzung auf einem Lufthansa-Flug von Denver (Colorado, USA) nach München am Freitagnachmittag Ortszeit.

Bei einer Geschwindigkeit von 173 Knoten (rund 320 Kilometer pro Stunde) brach die Crew des A350-900 mit einer Vollbremsung das Startmanöver wohl in letzter Sekunde ab. Passagiere berichteten auf Sozialen Medien von einem plötzlichen Stopp. Sie blieben für mehrere Stunden an Bord auf dem Rollfeld. Zu Schaden kam niemand.

Wegen des Manövers bestand die Gefahr, dass Reifen und Bremsen überhitzt waren. Deswegen stand laut US-Medien die Feuerwehr bereit. Laut den Passagieren soll sehr starker Rückenwind zum Startabbruch geführt haben.

Das Unternehmen bestätigte, dass Flug LH 481 den Start vorsorglich abgebrochen habe. „Die Cockpitbesatzung traf diese Entscheidung gemäß den geltenden Standardverfahren. Alle 314 Passagiere und Crewmitglieder an Bord sind wohlauf“, hieß es.

Die Einsatzkräfte des Denver International Airport hätten die Passagiere beim Verlassen des Flugzeugs auf der Startbahn unterstützt. „Sie wurden anschließend zurück ins Terminal gebracht und auf alternative Flüge umgebucht. Die Sicherheit unserer Passagiere und Crews hat für Lufthansa die oberste Priorität.“ Grund für den Startabbruch seien ungünstige und nicht vorhersehbare Windverhältnisse während des Startvorgangs gewesen.MC

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