LIEBE KINDER

von Redaktion

„Franz-Josef! Da bist du ja wieder!“ Mit einem Jubel-Schnattern weckte uns Klara gestern. Unser Karpfen-Freund war nach dem Winter wieder aufgetaucht, er schwamm durch das Schilf und steckte sein Maul aus dem Wasser: „Griaß eich“, blubberte er in seinem Bairisch, „oh mei, war des a gmiatlicher Winter. Aba jetzt bin i scho froh, dass Frühling werd und mia uns wieda öfter seing.“ „Hast du gut geschlafen?“, quakte Klara. „Gschlaffa hob i ned wirklich, Klara“, blubberte Franz-Josef , „aba es war scho recht ruhig do unten am Grund vom See, und an manche Dog hob i mi fast gar ned g‘rührt.“ „Das war die Winterstarre“, schnatterte Agnes, „so nennen die Zweibeiner das.“ „Wenns‘d moanst“, blubberte Franz-Josef, „is mia eigentlich wurscht, wia de Zwoahaxaden des hoaßn. Wega dene muass i mi nächste Woch‘ no amoi a paar Dog vastecka.“ „Ohoh“, quakte Agnes, „der Karfreitag. Weil die Zweibeiner das so gerne Fisch essen, oder, Franz-Josef?“ „Freili“, blubberte er und nickte, „i bin zwar a oida Karpfen, aber ma woaß ja nie, ob ned doch so a Zwoahaxada auf die Idee kummt, mi zum essen. De essen ja sogar Algen, hob i amoi ghört.“ „Wir essen auch Algen“, quakte ich. „Ja scho“, blubberte Franz-Josef, „aba ihr seid‘s ja aa Enten.“ „Dass manche Zweibeiner Algen essen, ist schon richtig“, schnatterte Agnes. „Algen sind nämlich ziemlich gesund. Sie haben viel Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine.“ „Woher bekommen die Zweibeiner die Algen?“, quakte Klara. „Sie züchten sie“, schnatterte Agnes. Eure Paula

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