„Für die Zweibeiner beginnt nächste Woche eine traurige und eine gute Woche.“ So schnatterte Agnes gestern. „Was meinst du?“, quakte Klara. „Am Sonntag ist Palmsonntag, dann beginnt die Karwoche, in der die Christen dem Tod von Jesus entgegensehen. Eine traurige Zeit.“
„Und was ist das Gute an kommender Woche?“, quakte ich. Agnes schnatterte: „Die jungen Zweibeiner haben Ferien. Sie freuen sich schon riesig drauf.“ „Und am Bauernhof gibt es am Gründonnerstag nur Grünes“, quakte ich. „Grünkohl und Spinat“, quakte Klara. „Wieso Grünkohl und Spinat?“, schnatterte Agnes verwirrt. Und so schnatterten wir ihr von der Oma, die am Gründonnerstag nach christlicher Tradition grüne Sachen essen wollte. „Dabei hat das ,grün‘ gar nichts mit der Farbe zu tun, sondern kommt vom Wort ,greinen“, was soviel wie ,weinen‘ bedeutet“, schnatterte Klara, „das hat uns nämlich Benedicta gegackert.“ „Weiß ich doch“, schnatterte Agnes, „der Gründonnerstag ist der Tag des Abendmahls, da hat Jesus seinen Jüngern verkündet, dass er sterben wird. Aber wisst Ihr auch, warum Jesus und seine Jünger zusammensaßen?“ Wir wussten es, denn Benedicta, die viele Jahre bei einem Pfarrer gelebt hatte, hatte uns viel über die Tage der Osterzeit gegackert. Also quakte Klara nun: „Jesus feierte mit seinen Jüngern das jüdische Passahfest.“ Ich schnatterte: „Beim Passahfest erinnern sich die Zweibeiner daran, dass Gott sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hat.“
Eure Paula