Der Winter kehrt nochmal zurück

von Redaktion

Lawinenwarnung in den Alpen – Viele Glätte-Unfälle

Schneeräumen ist wieder angesagt – zumindest in Kaufbeuren im Allgäu. Dort war gestern Morgen alles weiß. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

München – Von wegen Frühling! Der Winter ist noch einmal zurückgekehrt nach Bayern. Inklusive Schneefall, Lawinenwarnung und Glättegefahr. Vor allem in den Morgenstunden hat es im Süden Bayerns gestern stark geschneit. In den bayerischen Alpen verschärft sich dadurch die Lawinengefahr. Oberhalb der Waldgrenze hat der Lawinenwarndienst mittlerweile die zweithöchste Warnstufe ausgerufen. Gefährlich werden kann es vor allem im kammnahen Steilgelände, hinter Hangkanten und in Rinnen und Mulden. Lawinen können sich von selbst lösen und schnell größer werden. Insbesondere im Allgäu besteht die Gefahr, dass sich der Neuschnee an steilen Wiesenhängen von selbst in Bewegung setzt. Laut Lawinenwarndienst sind teilweise bis zu 50 Zentimeter Neuschnee gefallen, an einigen Orten sogar noch mehr.

Vorsicht ist aber auch auf den Straßen gefragt. Gestern bestand erhöhte Glättegefahr. Im Raum Schweinfurt haben Graupelschauer und Starkregen für mehrere Unfälle gesorgt. Es waren sechs Autos betroffen, darunter auch ein Leichenwagen – der transportierte zum Unfallzeitpunkt allerdings keinen Toten. Auch auf der A9 bei Hof krachte es gestern mehrfach. Zunächst war ein 46-Jähriger auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geraten, er prallte gegen die Leitplanke und blieb mitten auf der Fahrbahn stehen. Das löste einen Folgeunfall aus. Nur eine halbe Stunde später krachte es auf der Gegenfahrbahn. Ein 41-Jähriger verlor die Kontrolle über sein Auto und landete in der Leitplanke. Verletzt wurde bei den Unfällen niemand, der Sachschaden wird aber auf 145.000 Euro geschätzt.

Es bleibt erst mal kalt und glatt in Bayern. In den Alpen wird auch heute bis zu 30 Zentimeter Neuschnee erwartet, in tieferen Lagen bis zu fünf Zentimeter.DPA

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