Waldemar bat uns gestern, ihm die Geschichte vom Palmsonntag zu erzählen. „Du meinst, als Jesus nach Jerusalem gekommen ist?“, schnatterte Klara. „Genau die“, brummte Waldemar, „Jesus ist doch auf einem Esel geritten, oder? Warum nicht auf einem Pferd?“ „Weil er den Zweibeinern zeigen wollte, dass er der Messias und König ist“, schnatterte Klara, „im Alten Testament stand nämlich, dass der König auf einem Esel geritten kommt.“
„Außerdem waren Pferde damals eher ein Symbol für Kriege, weil auf Pferden Soldaten geritten sind“, quakte ich. „Also nicht, weil Jesus ein Pferd zu groß und schnell gewesen wäre?“, brummte Waldemar. „Nein“, quakte Klara kichernd. „Können Esel auch schnell galoppieren?“, brummte Waldemar. „Oh ja“, schnatterte Agnes, „vor allem, wenn sie spielen, springen sie oft richtig ausgelassen herum.“ „Aber Esel sind ganz anders als Pferde“, quakte Klara, „denn Pferde laufen weg, wenn sie eine Gefahr vermuten, sie sind Fluchttiere. Esel bleiben stehen, wenn ihnen etwas gefährlich erscheint.“ „Warum das denn?“, brummte Waldemar. Agnes erklärte: „Die Urpferde lebten in der Steppe, da konnten sie schnell davongaloppieren. Aber die Uresel leben in sehr steinigen Gebieten, da wäre es gefährlich, schnell wegzurennen, denn dann könnten sie stolpern. Deshalb bleiben Esel bei Gefahr stehen und denken nach.“ „Das ist klug“, brummte Waldemar. „Ja, leider hat diese Klugheit den Eseln den Ruf eingebracht, dass sie stur sind“, quakte Klara. Eure Paula