LIEBE KINDER

von Redaktion

Am Wochenende war ich bei strahlendem Sonnenschein mit meinen Entenfreundinnen unterwegs. Wir belauschten streitende Zweibeiner. Es ging darum, dass einer sehr viele Palmkätzchenzweige in seinem Fahrradkorb hatte und immer noch beschäftigt war, welche abzuscheiden. „Für unsere Osterdekoration“, hörten wir ihn sagen. „Wer sich in der freien Natur bedient, nimmt den Bienen ihre erste Nahrung weg. In der Gärtnerei gibt es solche Zweige zu kaufen“, schimpfte eine Dame.

„Die hat schon recht“, quakte Agne. „Nach den Wintermonaten, in denen Imker ihre Bienenvölker mit Zuckerwasser füttern, sind Palmkätzchen die erste natürliche Nahrung im Frühling.“ „Ich verstehe“, quakte Klara, „Insekten brauchen im Frühling vitaminreiche, frische Nahrung, und die finden sie in den Pollen der Frühblüher.“ „Ganz genau“, fuhr Agnes fort. „Nektar und Pollen sind zum Beispiel auch für die Hummelköniginnen wichtig, damit sie mit der Brut beginnen können, wenn sie aus ihren Erdlöchern kommen.“

„Stimmt es, dass von den 500 heimischen Wildbienen-Arten mehr als die Hälfte gefährdet sind?“, wollte ich wissen. „Das stand neulich in unserer Zeitung.“ „Leider ja“, schnäbelte Agnes. „An einigen Orten sind sie sogar schon ausgestorben. Dabei sind sie unverzichtbar, weil sie Blüten bestäuben, zum Teil effektiver als Honigbienen. Fast 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf Insektenbestäubung angewiesen.“ Eure Paula

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