Dem Gymnasium Ettal droht die Schließung. © Dominik Bartl
Ettal – Dem Benediktinergymnasium in Ettal droht aus finanziellen Gründen das Aus. Abt Barnabas Bögle und Pater Johannes Bauer informierten die Mitglieder des Schulausschusses bei der jüngsten Sitzung. „Wir sehen keinen Weg, unsere Schule weiterzuführen“, klagte der Abt. 233 der 241 Schüler stammen aus dem Landkreis, betonte Bögle. „Die Personalkosten sind das Hauptproblem“, erklärte Pater Johannes. Die Schule macht jährlich ein Defizit von 500.000 Euro. Die Fördermittel der Erzdiözese und der Klosterstiftung reichen nicht aus, um das abzufangen. Ende des Schuljahres 2024 hatte bereits das Internat Ettal wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen. Sollte das Benediktinergymnasium nun auch schließen, könnte das Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen bis zu 120 Schüler aufnehmen. Allerdings in Containern. Und mehr nicht.
Die beiden Geistlichen baten den Landkreis um Unterstützung. Der Schulausschuss stellte ihnen vor Kurzem noch eine Förderung von 181.000 Euro in Aussicht. Trotz der leeren Kassen. Vor Kurzem stand das Thema auf der Tagesordnung im Kreisausschuss. Dort fiel die Entscheidung anders aus – mit sieben zu fünf Stimmen gegen eine finanzielle Hilfe für die Schule, die unter Trägerschaft der Benediktiner-Abtei ist. Einige Kreisräte fürchten, mit einer Förderung einen Präzedenzfall zu schaffen. Die endgültige Entscheidung wird der Kreistag am 21. April treffen.AKR