Gestern begegneten Waldkauz Ulrich und ich einem Kaninchen, das vergnügt umherhüpfte. Doch schon bevor wir das Tier begrüßen konnte, war es schon wieder verschwunden. Ulrich krächzte: „Hast du den gesehen? Das war bestimmt der Osterhase, der schon jetzt die Ostereier versteckt!“ Ich quakte: „Das kann nicht sein. Das war doch ganz klar ein Kaninchen!“ Verwundert fragte mein Freund: „Sind Hasen und Kaninchen etwa nicht dasselbe?“
Ich schnatterte, dass Hasen und Kaninchen oft miteinander verwechselt werden. Aber eigentlich sind sie zwei unterschiedliche Arten, die nur entfernt miteinander verwandt sind. Ich erklärte, dass Hasen größer sind als Kaninchen. Hasen können bis zu 70 Zentimeter lang werden, während Kaninchen 25 bis 40 Zentimeter lang sind. Hasen haben größere Ohren als Kaninchen. Diese helfen den Hasen dabei, anschleichende Angreifer zu entdecken. Und mit ihren langen Beinen können sie schnell wegrennen. Hasen erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Kilometern pro Stunde.
Ulrich kauzte: „Und wie verteidigt sich das Kaninchen?“ Ich quakte, dass Kaninchen nicht so schnell hoppeln können. Kaninchen buddeln sich einen Bau unter der Erde. In diesen können sie bei Gefahr verschwinden. Das machen Hasen nicht. Aber es gibt noch einen weiteren Unterschied. Hasen sind Einzelgänger und treffen einander nur, um sich zu paaren. Ansonsten wollen sie ihre Ruhe haben. Kaninchen fühlen sich hingegen schnell einsam. Eure Paula