Darf endlich arbeiten: der Afghane Ali Motaki vor der Supermarkt-Filiale. © Rutt
Herrsching – Die Odyssee des Afghanen Ali Motaki ist gut ausgegangen. Der 34-Jährige hatte wie berichtet Bayern verlassen müssen – obwohl er in Herrsching (Kreis Starnberg) einen Ausbildungsplatz zum Verkäufer in Aussicht hatte. Jahrelang hatte er vergeblich um eine Arbeitserlaubnis gekämpft. Doch weil er auf seiner Flucht nach Deutschland in Griechenland eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hatte, sollte er dorthin abgeschoben werden. Obwohl ihm das Land völlig fremd war. Die Behörden in Bayern erhöhten den Druck so lange, bis er freiwillig ausreiste. Nun ist er zurück. Er hat sich in Athen ein Arbeitsvisum besorgt. Das hat vier Monate gedauert, solange kämpfte er sich in Griechenland durch.
Die Bereichsleiterin eines Supermarkts in Herrsching hat ihm die Stelle bis heute freigehalten. Am Mittwoch hatte Ali Motaki dort seinen ersten Arbeitstag. Das Visum gilt nur bis September, bald muss Motaki einen Aufenthaltstitel für die Dauer der Ausbildung beantragen. Sein bürokratischer Weg ist noch nicht zu Ende.GMA