DAV warnt vor Bergtouren zu Ostern

von Redaktion

„Wanderstart verschieben“: Bis zu einen Meter Neuschnee – Lawinengefahr erheblich

Aper oder hoher Schnee: Wanderer müssen planen. © imago

München – Ferienzeit ist Wanderzeit. Aber nicht unbedingt zu Ostern. Was sich mancher Städter bei für Ostersonntag vorausgesagten 19 Grad gar nicht vorstellen kann: Die letzten Schneefälle haben Bayerns Berge wieder in ein Winterwunderland verwandelt. Bis zu einem Meter Neuschnee liegt in höheren Lagen. Ende Februar waren viele Wege frühlingshaft aper, also schneefrei, und begehbar. Jetzt, Anfang April, stehen aber alle Zeichen auf Winter. Daher warnt der Deutsche Alpenverein eindringlich: „Für Bergwanderungen ist es in vielen Regionen noch zu früh.“

Spätestens ab 1800 Metern, meist aber schon weit darunter, liegt eine geschlossene Schneedecke. „Wer jetzt ohne entsprechende Ausrüstung unterwegs ist, bringt sich schnell in Gefahr, auszurutschen oder zu durchnässen. Der Schnee liegt aktuell oft so hoch, dass man ohne Schneeschuh oder Tourenski bis zu den Knien einsinkt und kaum vorankommt“, berichtet Stefan Winter, Bergführer und Ressortleiter Sportentwicklung im DAV. „Gleichzeitig ist die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen teils erheblich, weil der Neuschnee in Steilhängen als Gleitschnee ins Rutschen kommen kann und vom Wind verwehter Triebschnee als Schneebretter abgleiten können.“

Wer nicht umkehren oder für einen Rettungseinsatz sorgen will, sollte eine einfache, südseitige Tour oder ein tiefer gelegenes Ziel in Talnähe oder im Mittelgebirge wählen. Ein Blick in den Bergbericht unter alpenverein.de und in die Wettervorhersage sind vor Tourantritt so unerlässlich wie wasserdichte Bergschuhe, Gamaschen, Grödel und Stöcke für die matschig-rutschigen Wege. Viele Hütten sind noch geschlossen, dann sollte genug Wasser und Proviant im Rucksack sein. Auch für Skitouren gilt: defensiv sein und lieber für flaches Gelände planen.SCO

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