von Redaktion

Beim Osterfrühstück erzählte uns Dr. Berta Raspelzahn von einem Brauch in Schweden. „Die kleinen Zweibeiner verkleiden sich an Ostern. Die Mädchen mit Kopftuch, Schürze, roten Backen und schwarzen Punkten im Gesicht als Hexen, und die Buben mit Hut und aufgemaltem Schnurrbart als Ostermännlein. So ziehen sie dann von Tür zu Tür, um Süßigkeiten zu sammeln.“ „So wie bei Helloween?“, quakte ich. „Im Prinzip schon“, meinte Berta. „Aber sie sagen nicht ,Süßes oder Saures‘. Der Brauch geht auf die Legende von Påskkäring zurück. Da hat der Teufel alle Hexen zu einem Fest eingeladen. So ähnlich wie bei der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg.“

Dann fiel Berta noch etwas ein: „In Australien gibt es Bilbys aus Schokolade.“ „Bilbys?“, quakte ich. „Ein Bilby ist ein Tier, das in Australien lebt. Es ist etwa so groß wie ein Kaninchen, hat graues Fell und lange Ohren. Die Nase ist aber spitz, der Kopf sieht eher aus wie von einem Känguru, und Bilbys haben auch einen Beutel wie Kängurus.“ In Australien seien echte Kaninchen nicht beliebt, erklärte Berta. „Ursprünglich gab es in Australien keine Kaninchen. Sie sind von Zweibeinern eingeschleppt worden, haben sich schnell vermehrt und nehmen den Bilbys deren Lebensraum weg. Deshalb bringt bei den Zweibeinern in Australien das Bilby die Ostereier, und so gibt es eben Schokoladen-Bilbys.“ „Wenn Bilbys einen Beutel haben wie Kängurus, ist das an Ostern praktisch“, schnatterte Klara, „sie können die Eier dort hineinstecken.“

Eure Paula

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