Die Atmosphäre ist andächtig, es ist still. Eine Stunde lang werden jahrhundertealte, überlebensgroße Figuren durch die Gassen in Lohr am Main getragen. Die Karfreitagsprozession in der unterfränkischen Stadt gilt mit Belegen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts als eine der ältesten im deutschsprachigen Raum – und steht jetzt auch auf der Landesliste des immateriellen Kulturerbes. Den Schweigemarsch begleitet allein eine große Trommel. Erst am Schluss wird auf dem Kirchplatz gebetet und gesungen. 600 Menschen wirken beim Umzug mit, wie jedes Jahr säumten tausende Besucher den Wegesrand.FOTO: HILDENBRAND/DPA