Waschbärfreund Waldemar freute sich, dass so viele Vögel wieder singen. „Sie waren im Winter wohl so still, weil sie schlechte Laune hatten“, brummte er. Ich quakte, dass viele der Piepmätze, die im Frühling und im Sommer bei uns wohnen, im Winter ausgeflogen waren, also gar nicht da. Verdutzt fragte Waldemar: „Warum denn das?“ Ich erklärte, dass viele Vögel zu den Zugvögeln gehören. Diese fliegen im Winter in den Süden, dorthin, wo es wärmer ist. Das liegt daran, dass sie im Winter oft nicht genug zu essen finden. In dieser Jahreszeit sterben oder verstecken sich nämlich viele Insekten und andere Tiere, von denen Vögel sich ernähren. Um dieses Problem zu umgehen, fliegen Vögel an Orte, an denen es nicht so kalt ist.
Mein Waschbärfreund brummte: „Wohin geht es für die Zugvögel?“ Ich schnatterte, dass sie an unterschiedliche Orte fliegen. Manche Vögel fliegen nach Frankreich, Portugal oder nach Spanien. Zu ihnen gehören der Kranich oder der Buchfink. Weil für sie der Weg nicht so weit ist, kommen diese Vogelarten schon ab Februar wieder zurück nach Deutschland. Andere Vögel fliegen noch viel weiter: Für sie geht es bis nach Afrika. Diese Reise nehmen unter anderem der Kuckuck, der Star, die Nachtigall oder der Weißstorch auf sich. Sie haben einen langen Rückweg und kommen meistens erst im April oder Mai wieder bei uns an. Der Waschbär brummte: „Also, wenn ich fliegen könnte, würde ich im Winter in die warme Sonne fliegen!“
Eure Paula