Bad Wiessee – Nach der Osterparty mit 3000 Gästen am Sonntag in Bad Wiessee meldete die Polizei Festnahmen und 26 Verletzte. Christoph von Preysing, Wirt des Fischerei-Bistros „Mai Liabba“, war Veranstalter und will in Zukunft die Reißleine ziehen. „Es wird nie mehr eine solche Osterparty geben“, sagt er auf Nachfrage. Künftige Veranstaltungen würden deutlich kleiner ausfallen, sagte er, ohne Besucherzahlen zu nennen. Dazu müsse er noch mit den zwei anderen Betreibern sprechen.
Trotz des Einsatzgeschehens für Polizei und Sanitäter zeigt sich der Wirt zufrieden mit dem Sicherheitskonzept. „Ich habe mich mit einigen anderen Partyveranstaltern ausgetauscht, da liegen wir mit 0,2 Prozent der Gäste, die auffällig wurden, im normalen Bereich“, sagt er. „Natürlich ist jeder einzelne Fall zu viel, aber wo Alkohol fließt und die Sonne scheint, ist das leider nicht auszuschließen.“ Die Sicherheitskräfte hätten die Anweisung durchgesetzt, Menschen, die sich danebenbenehmen, sofort des Platzes zu verweisen. Profitiert habe von der Feier zudem die ganze Gemeinde, die Gäste buchten Hotels und junge einheimische Mitarbeiter gingen mit ordentlichem Lohn nach Hause, so Preysing.
Die Gemeinde Bad Wiessee will das Geschehene in Ruhe nachbesprechen, wie Bürgermeister Robert Kühn gestern mitteilte.KLAUS WIENDL