Als wir Enten neulich eine Zeitung durchblätterten, schnatterte sie: „Wozu sind die Kommas da?“ Agnes seufzte und quakte. „Kommas gliedern Sätze. Sie trennen Teilsätze, zum Beispiel Haupt- und Nebensätze, voneinander ab. Genauso Aufzählungen, Einschübe und Beisätze, die man zusätzlich erklärend anfügen möchte. Und sie helfen sogar, Missverständnisse zu vermeiden.“ „Wow!“, staunte ich. Agnes schnatterte: „Ich gebe euch ein Beispiel. Folgender Satz: Schüler sagen Lehrer haben es gut. Was sagt der für euch aus? Wo würdet ihr Kommas setzen?“
„Das ist leicht!“, schnatterte Klara, „Schüler sagen Komma Lehrer haben es leicht.“ Agnes nickte: „Kann man so machen, dann bedeutet dein Satz, dass die Schüler der Meinung sind, dass Lehrer es leicht haben.“ „Ich würde es anders machen“, schnatterte ich. „Schüler Komma sagen Lehrer Komma haben es leicht.“ Wieder nickte Agnes: „Paulas Satz ist genauso richtig wie deiner, Klara. Nur ist die Bedeutung bei ihr eine andere. Ihr Satz sagt dann nämlich aus, dass Schüler es – nach Meinung der Lehrer – leicht haben.“ „So langsam verstehe ich…“, quakte ich. Und Agnes fasste es noch einmal für Klara zusammen, die etwas zweifelnd dreinblickte: „Der gleiche Satz kann eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben, je nachdem, ob und wie man darin Kommas setzt. In unserem Beispiel stellt er entweder eine Behauptung von Schülern auf: Lehrer haben es leicht. Oder aber die Behauptung von Lehrern, dass Schüler es leicht haben.“
Eure Paula