Weniger Flüge: ein startender Lufthansa-Jet. © SVEN SIMON
München – Der Flughafen München ist nach eigenen Angaben bisher gut durch die Nahost-Krise gekommen. Trotz des Kriegs am Persischen Golf konnten in den ersten drei Monaten 2026 rund 335.000 mehr Passagiere als im Vorjahrszeitraum gezählt werden – die Zahl der Fluggäste stieg damit auf gut 8,4 Millionen. Die Zahl der Starts und Landungen ist allerdings leicht gesunken – um 1,3 Prozent auf 68.200 (Vorjahr: 69.000). Allein wegen des Kriegs mussten rund 600 Flüge gestrichen werden, heißt es in der Quartalsbilanz.
Positiv entwickelte sich der Interkontinentalverkehr – hier gab es ein Plus von 5,8 Prozent. Wichtigstes Ziel bleibt Nordamerika (742.000 Passagiere), Fernost holt jedoch mit einem Plus von über zehn Prozent auf (724.000 Fluggäste). Positiv entwickelte sich auch das Frachtaufkommen. Das Volumen lag mit 82.000 Tonnen um fünf Prozent über dem Vorjahresquartal. Ausschlaggebend dafür sei die steigende Zahl an Verbindungen zu Zielen außerhalb Europas, was mehr Kapazitäten für Fracht als Zuladung in Passagiermaschinen schafft. Im Sommer soll es bis zu 379 wöchentliche Langstreckenverbindungen geben. Damit dürfte das Frachtaufkommen weiter steigen und die Bedeutung des Flughafens für Wirtschaft und Logistik zunehmen.DW