LIEBE KINDER

von Redaktion

Gestern watschelten wir durch den Wald. In einem dichten Teppich aus grünen Blättern entdeckten wir einen Hasen. Er knabberte daran und rief uns zwischen zwei Bissen fröhlich zu: „Mmmh, die schmecken saugut!“ Klara legte den Kopf schief. „Was knabberst du da?“, fragte sie. „Das ist Bärlauch!“, sagte der Hase stolz. „Der wächst hier im Frühling im Wald.“ Ich watschelte vorsichtig näher. „Aber woher weißt du, dass das wirklich Bärlauch ist?“

Der Hase erklärte geduldig: „Ganz einfach! Wenn du ein Blatt riechst und mit den Pfoten reibst, riecht es stark nach Knoblauch. Außerdem sind die Blätter weich, sie glänzen auf der oberen Seite und sind auf der unteren Seite matt. Wichtig ist es, zu schauen, dass die Blätter einzeln aus dem Boden wachsen und nicht mehrere Blätter an einem Stiel hängen.“

Klara schnupperte neugierig. „Oh, das stimmt! Das riecht ja wie Knoblauch!“ Der Hase nickte, wurde dann aber ernst. „Ihr müsst genau aufpassen! Es gibt Pflanzen, die ähnlich aussehen, aber giftig sind. Sie riechen aber nicht nach Knoblauch. Es ist trotzdem manchmal schwierig, die zu unterscheiden, da nach all diesem Geknabber meine Pfoten schon nach Knoblauch riechen. Die Blätter der Maiglöckchen sehen nämlich ähnlich aus, ebenso die der Herbstzeitlosen. Aber Achtung, beide Pflanzen sind giftig!“ Klara und ich schauten uns an. „Gut, dass du uns das sagst!“ Der Hase erklärte: „Hat man bei einer Pflanze Zweifel, Pfoten weg.“ Eure Paula

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