Kaffee-Gräfin wird 65

von Redaktion

Politischer Neustart statt Ruhestand

Stephanie Gräfin von Pfuel in ihrem Bürgermeisterbüro.

Tüssling – Stephanie Gräfin Bruges-von Pfuel ist mit einem Spitzenergebnis von über 60 Prozent zur Bürgermeisterin von Tüssling im Kreis Altötting gewählt worden. Bereits zum zweiten Mal. 2018 hatte sie noch angekündigt, nicht mehr zurück in die Politik zu wollen. Doch dann musste sie den Tod ihres Sohnes verkraften, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Wenig später trennte sie sich von ihrem Lebensgefährten, dem Geiger Edmon Fokker van Crayestein. Kommenden Montag wird die „Kaffee-Gräfin“, wie sie seit ihrer Werbung für Eduscho noch immer bezeichnet wird, 65 Jahre alt.

Andere gehen mit 65 in Rente, sie greift noch mal an. „Ich arbeite gern“, sagt sie. Als sie Freunde aus dem Gemeinderat fragten, ob sie nicht noch einmal kandidieren wolle, sagte sie nach kurzer Bedenkzeit zu. „Auch meine Tochter hat zu mir gesagt, ich hätte noch Gehirnkapazitäten frei“, sagt sie und lacht. Ihre erste Gemeinderatssitzung als Bürgermeisterin hat sie bereits geleitet, der Terminkalender ist voll. Die Gräfin stresst das nicht. Dennoch werde sie ein paar Termine an den zweiten und dritten Bürgermeister abgeben, kündigt sie an. Damit auch ein bisschen Privatleben übrig bleibt.MARIA ZSOLNAY

Artikel 5 von 11