Achtung: Oft sind Messgeräte etwas versteckt, hier zum Beispiel an einer Hecke. © Pia Bayer/dpa
München – Temposünder haben am Mittwoch (15. April) ein erhöhtes Risiko, ein Schwarz-Weiß-Porträt von sich samt Zahlungsaufforderung zugeschickt zu bekommen. Denn: Es ist Blitzmarathon. Mit der 24-stündigen Aktion beteiligt sich der Freistaat an der deutschlandweiten Blitzerwoche. Anders als in anderen Bundesländern hat das bayerische Innenministerium eine Liste mit Standorten veröffentlicht.
In Bayern beginnt die Verkehrssicherheitsaktion laut Ministerium um 6 Uhr und endet am 16. April ebenfalls um 6 Uhr. 2000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung sind im Einsatz. Der Blitzmarathon ist Teil der vom Netzwerk der Verkehrspolizei in Europa (Roadpol) initiierten „Speedweek“.
Rasen ist laut Ministerium eine der Hauptunfallursachen in Bayern. Zu hohes und nicht angepasstes Tempo war demnach im Jahr 2025 Ursache für mehr als ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle (2025: 26,4 Prozent; 2024: 28 Prozent). „Im Straßenverkehr entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod“, sagt Innenstaatssekretär Sandro Kirchner.
Ob in Coburg oder München, ob im Bayerischen Wald, in Augsburg oder im Berchtesgadener Land: Auf Bayern verteilt sind am Mittwoch rund 1570 Messstellen vorgesehen: auf Autobahnen, auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen sowie innerorts. Im Fokus sind auch unfallträchtige Streckenabschnitte oder Gebiete mit besonderer Gefährdungslage wie vor Schulen, Altenheimen, an Krankenhäusern oder Baustellen. Einen Vorteil verglichen mit Autofahrern in den meisten anderen Bundesländern haben die Menschen in Bayern, denn das Innenministerium verrät auf seiner Homepage im Internet, wo geblitzt wird.
Die Bußgelder sind am Mittwoch nicht höher als sonst auch. Innerorts drohen nach ADAC-Angaben bei bis zu 10 km/h zu viel 30 Euro, außerorts 20 Euro. Innerorts 26 bis 30 km/h zu viel können 180 Euro, einen Punkt plus unter Umständen einen Monat Fahrverbot bedeuten. Wer außerorts 41 bis 50 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit 320 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen.MM/DPA