Bayrischzell/Spitzingsee – Die Skigebiete in den Landkreisen Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen ziehen zum Abschluss der Saison eine verhaltene Bilanz. So hat das Sudelfeld schon am 22. März geschlossen – „eine Fehlentscheidung“, wie Bergbahnen-Chef Egid Stadler einräumt. Zu fünft habe man beratschlagt, dann noch einen Meteorologen hinzugezogen. Tage später „wollt‘ ich gar nicht mehr zum Fenster rausschauen“, sagt Stadler. Dort lag bei bestem Wetter ein halber Meter Neuschnee. Doch die Infrastruktur im Skigebiet war da schon abgebaut. Mit den knapp 170 000 Gästen ist Stadler „einigermaßen zufrieden“. Von einer wirklich guten Saison spricht er ab 200 000. Ein wenig spielt für die Frequenz immer eine Rolle, ob auch im Tal wirklich Winter herrscht. Ist dort alles grün, glauben viele nicht an beste Bedingungen am Berg. „Ich bin mir nicht sicher, ob es das Sudelfeld ohne Beschneiung noch geben würde“, sagt Stadler. Nicht einen Tag geöffnet hatten indes die Abfahrten zur Schöngratbahn. Eine Beschneiung lässt Stadler zufolge der Grundeigentümer nicht zu.
Ebenfalls geschlossen blieb die Grünsee-Abfahrt im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee. Sie war zwar einmal im Januar präpariert, wie Sprecherin Antonia Asenstorfer sagt. Aber noch bevor sie geöffnet werden konnte, machte Regen das Vorhaben zunichte. Ansonsten ist die Geschäftsführerin der Alpenbahnen Spitzingsee mit der Saison „sehr zufrieden“, ohne abschließende Zahlen nennen zu können. Die drei Wochen, in denen wohl mancher Sudelfeld-Liebhaber an den Spitzingsee ausgewichen ist, haben sich vermutlich bemerkbar gemacht.DANIEL KREHL