von Redaktion

Gestern entdeckten wir einen Schmetterling – den ersten in diesem Jahr. Ich erklärte, dass es für Schmetterlinge unterschiedliche Möglichkeiten gibt, durch den kalten Winter zu kommen. Jede Art hat ihren eigenen Weg. „Es gibt ja Nachtfalter und Tagfalter“, quakte ich und schnatterte sogleich, dass nur sechs Arten der Tagfalter in Deutschland als ausgewachsene Schmetterlinge überwintern. Zu ihnen gehören das Tagpfauenauge, der Kleine Fuchs, der Zitronenfalter, der C-Falter, der Trauermantel und der Große Fuchs. „Sie suchen sich im Herbst Verstecke, an denen sie ein wenig geschützt sind, etwa Holzschuppen oder warme Keller“, quakte ich. Nur einer von ihnen, der hellgelbe Zitronenfalter, muss sich kein Versteck suchen. Er setzt sich im Herbst auf Zweige, Gräser oder Laub. Im Winter erstarrt der Zitronenfalter daran, damit er möglichst wenig Energie verbraucht. Damit er bei den kalten Temperaturen nicht gefriert und stirbt, scheidet der Zitronenfalter einen Teil seiner Körperflüssigkeit aus. Zudem hat er sogar ein eigenes Frostschutzmittel, das die verbleibende Flüssigkeit in seinem Körper davor bewahrt, zu gefrieren! So kann der Zitronenfalter Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius überstehen.

Andere Schmetterlingsarten überwintern als Raupe, verpuppt in einem Kokon oder in einem Ei. Es gibt aber auch Schmetterlingsarten, die, genau wie Zugvögel, die kalte Jahreszeit in wärmeren Ländern verbringen.

Eure Paula

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