Waldemar brummte, dass sich immer mehr Tiere in der Stadt wohlfühlen. Dazu gehören Tauben und Eichhörnchen, Tiere, an die sich die Zweibeiner schon lange gewöhnt haben. Aber auch Kaninchen, Wildschweine, Biber, Füchse und Waschbären finden ihren Einzug in die Städte.
Ich quakte: „Warum mögen diese Tiere die Stadt?“ Der Waschbär brummte, dass nicht alle Tiere es so gut haben wie wir in unserem kleinen Wald. Viele Wildtiere verlieren immer mehr Lebensraum, weil die Zweibeiner Landflächen für sich nutzen. Viele Wildtiere ziehen deshalb in die Stadt – dort gibt es Friedhöfe, Parks und Alleen, manchmal sogar begrünte Dächer. Viele Tiere stellen fest, dass das Leben für sie in der Stadt gar nicht so schlecht ist: Während Äcker und Felder umgegraben, bearbeitet und gedüngt und manchmal auch gespritzt werden, ist die Erde in der Stadt teilweise recht unberührt. Auch an Nahrung kommen die Tiere in Städten leichter heran. Sie müssen sich nämlich nicht wie auf dem Land auf Beutezug begeben, sondern finden ganze Mahlzeiten in und manchmal auch vor den Mülltonnen der Zweibeiner. Stadttauben haben sich bestens an das Stadtleben angepasst. Der Waschbär erklärte: „Sie können steil auffliegen und sich mit ihren Beinen so stark abstoßen, dass sie Gefahren schnell entkommen können.“ Beim Landen bremsen Stadttauben schneller als viele wilde Taubenarten, indem sie ihre Flügel aufstellen und die Schwanzfedern spreizen.
Eure Paula