Traditionelle Gerichte, modern interpretiert: Hans Jörg Bachmeier stellt sein neues Kochbuch vor. © bod
München – „Drei Dinge braucht ein guter Koch: Wasser, Salz und eine Prise Leidenschaft. Weil ohne die gar nichts in der Küche geht.“ So lautet seit vielen Jahren das Credo des niederbayerischen Meisterkochs Hans Jörg Bachmeier (59). Und so kocht er auch: Einfach, aber gut. Die Zutatenliste seiner Rezepte ist überschaubar. Denn der Spitzenkoch hat den Anspruch, dass seine Rezepte leicht nachzukochen sind. Jetzt hat er sein neues Kochbuch vorgestellt: „Essen für Leib & Seele“, soeben im GU-Verlag erschienen (192 Seiten, 30 Euro). Im Kochbuch sind zudem alle Rezepte seiner TV-Sendung „Einfach. Gut.Bachmeier“ enthalten.
„Kochen ist keine große Kunst“, sagt der Spitzenkoch bescheiden. Solange man eins beachtet: „Die Qualität der Zutaten muss stimmen.“ Das möchte der Gastronom, der in unmittelbarer Nähe des Viktualienmarktes sein Restaurant „Genussfreuden“ betreibt, auch seinen Gästen und Lesern vermitteln. Er sagt: „Das gilt nicht nur für die Restaurantküche, sondern auch für daheim.“
Bachmeier selbst kauft gerne am Viktualienmarkt ein. Oder hat für bestimmte Produkte auch spezielle Produzenten. Beispielsweise Christoph Ehrhardt, der den Paartal-Biohof betreibt. „Ich liebe Kartoffeln, weil sie so vielseitig sind“, schwärmt der Koch. Gutes Fleisch holt sich Bachmeier in einem Hofladen vor den Toren Münchens: bei Sophie Braumiller. Auf dem Hof unweit von Biburg im Landkreis Fürstenfeldbruck hat bereits ihr Vater mit der Charolais-Zucht angefangen. In seinem Buch stellt der Gastronom verschiedene Lebensmittel-Produzenten in Kurz-Porträts vor und was man mit ihren Produkten machen kann.
Hans Jörg Bachmeier ist ein bayerischer Koch, der in der Welt zu Hause ist. „Ich lasse mich gerne von den Aromenwelten anderer Länder inspirieren“, erklärt er. Seine Heimatküche ist zeitgemäß interpretiert – eine Kombination aus traditionellen Gerichten und kreativer Fusionsküche. So finden sich in „Essen für Leib & Seele“ Rezepte für eine „Bayerische Bouillabäs“, eine „Gebeizte Lachforelle, asiatisch“ oder „Bayerische Ramen“. Denn „Soulfood gibt es überall auf der Welt“.STEPHANIE EBNER