Manninger im Trikot des FC Augsburg. © sampics
Mitgeschleift: Der Unfallwagen nach der Kollision mit der Salzburger Lokalbahn. © 7aktuell
Nußdorf am Haunsberg – Die Fußballszene steht unter Schock: Alexander Manninger, ehemaliger Nationaltorhüter Österreichs sowie Bundesliga-Keeper beim FC Augsburg, ist im Alter von 48 Jahren nach einem tragischen Unfall gestorben. Mehrere österreichische Medien berichteten übereinstimmend von einem tödlichen Zugunglück im Salzburger Raum.
Der Unfall ereignete sich gestern Morgen gegen 8.20 Uhr an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Gemeinde Nußdorf am Haunsberg. Laut Polizeibericht wurde Manningers Wagen beim Überqueren der Eisenbahnkreuzung von einem Triebwagen der Salzburger Lokalbahn erfasst und mitgeschleift. Zugpassagiere und Lokführer blieben unverletzt.
Ersthelfer und Rettungskräfte versuchten, den Ex-Fußballprofi zu reanimieren – trotz Defibrillator-Einsatz kam jede Hilfe jedoch zu spät. Die Polizei bestätigte den Tod an der Unfallstelle. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen: Experten prüfen nun die Fahrzeugdaten und ob das Rotsignal am Bahnübergang rechtzeitig ausgelöst wurde. Auch der genaue Ablauf des Überquerungsvorgangs soll rekonstruiert werden.
Manninger zählte zu den bekanntesten österreichischen Torhütern seiner Zeit. Er begann bei Austria Salzburg, wechselte über den GAK 1997 zu Arsenal London und wurde dort englischer Meister und Pokalsieger. Später spielte er unter anderem für Juventus Turin, Florenz, Udinese, Siena, Espanyol Barcelona, den FC Augsburg und Liverpool.
Für Österreich kam er auf 33 Länderspiele und war Teil des EM-Kaders 2008. Seine Rolle schwankte zwischen Stamm- und Ersatzkeeper, dennoch blieb er über Jahre ein wichtiger Teil des Nationalteams. „Ich war der erste Österreicher in der Premier League, der erste junge Goalie, der für Arsenal gespielt hat – es war alles neu und eine große Erfahrung. Ich habe große Spieler getroffen, mit Weltmeistern gespielt“, so Manninger einst zu seiner Karriere. 2017 hing er seine Handschuhe dann nach rund 22 Jahren Profifußball endgültig an den Nagel. Wegbegleiter und Vereine trauern.