von Redaktion

Am Bauernhof gackerte die Henne Benedicta: „Kommt mit, ich muss euch etwas zeigen.“ Sie führte uns zu einem Fenster mit sechs großen Gläsern mit buntem Wasser, und in jedem Glas steckten zwei weiße Tulpen. „Die Zweibeiner machen ein Experiment“, gackerte Benedicta. „Sie wollen zeigen, wie Pflanzen trinken. Leider können wir noch nicht viel sehen, denn sie haben die Tulpen erst heute ins Wasser gestellt.“

„Was sollten wir denn sehen?“, quakte ich. „Dass die Blütenblätter die Farbe des Wassers annehmen“, gackerte Benedicta. „Die bunten Wasser sind beim Eierfärben übrig geblieben, aber das Experiment funktioniert auch mit Tinte oder Lebensmittelfarben. Jedenfalls werden die Blumen das bunte Wasser durch den Stängel nach oben transportieren, und die Blüten werden dann blau, rot, lila, gelb oder orange, je nachdem, in welcher Farbe sie stehen.“

Zurück am See besuchten wir Frau Dr. Berta Raspelzahn. Die kluge Biberin wusste natürlich noch mehr darüber. „So lässt sich der Kapillareffekt zeigen. Stellt euch vor, dass ein Blumenstängel aus sehr dünnen Röhrchen besteht, die Zweibeiner nennen diese Röhrchen Kapillaren. Und stellt euch weiter vor, dass in Blütenblättern und auch in grünen Blättern von jedem Baum oder Strauch kleine Spaltöffnungen sind, sozusagen am Ende der Kapillaren. Durch diese Spaltöffnungen verdunstet Wasser, und über die Kapillaren wird nun Wasser aus den Wurzeln – oder hier aus den Gläsern – nachgesaugt.“ Eure Paula

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