Asiatische Tigermücke breitet sich aus

von Redaktion

Sie sticht tagsüber, kann Viren übertragen: Mehr Tiere in Bayern

Eine tote weibliche Tigermücke. © Uwe Anspach

Erlangen – Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Bayern weiter aus. Inzwischen haben sich nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auch in Nürnberg und den Landkreisen Forchheim und Wunsiedel Populationen etabliert. In Fürth, München und Würzburg gibt es solche schon länger. Einzelne Funde gab es außerdem in acht weiteren Stadt- und Landkreisen, darunter die Landkreise München, Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen.

Als etabliert gilt eine Population dem LGL zufolge, wenn diese überwintert. Die auffällig schwarz-weiß geringelte Tigermücke stammt ursprünglich aus den Tropen und gelangte über den Güter- und Reiseverkehr nach Europa. Wegen der Klimaerwärmung kann sie sich aber auch hierzulande zunehmend ansiedeln.

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) steht nicht nur im Fokus, weil sie im Vergleich zu vielen heimischen Arten auch tagsüber aktiv und deutlich aggressiver ist. Sie kann verschiedene Krankheitserreger wie unter anderem Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren übertragen. Die hier vorkommenden Tigermücken seien in der Regel jedoch kein Träger dieser Erreger, erklärte das LGL. „Im Falle eines Stichs der Asiatischen Tigermücke besteht in Deutschland somit zunächst kein Grund zur Sorge.“

Die invasive Mücke legt ihre Eier bevorzugt in kleinen Wasseransammlungen ab. Deshalb sollten etwa Topfuntersetzer und Gießkannen immer geleert, Regentonnen abgedeckt und das Wasser in Vogeltränken und Planschbecken regelmäßig gewechselt werden.DPA

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