Kokain in einer Tüte wurde in der Wohnung von Markus T. gefunden. © ZOLL
Hausham – Er ließ sich Kokain per Post schicken. Dann verkaufte er die Droge auf Parkplätzen vom Auto aus. Jetzt hat das Landgericht München Markus T. (45) wegen Drogen- und Dopinghandels zu vier Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Der vorbestrafte Lkw-Fahrer war am 27. März 2025 in Hausham (Kreis Miesbach) von einem Einsatzkommando der Polizei festgenommen worden – auf offener Straße. Die Beweise waren erdrückend: Ermittler der Zollfahndung München und des Landeskriminalamts fanden bei der Durchsuchung seiner Wohnung rund 190 Gramm Kokain in einer Plastiktüte und einer Brotdose. Außerdem 75.000 Euro in 100- und 50-Euro-Scheinen. Auf seinem Konto waren 100.000 Euro. Die ließ der Zoll im Rahmen der Vermögensabschöpfung einfrieren.
Laut Urteil des Landgerichts soll dieses Geld jetzt eingezogen werden – rund 178.000 Euro. Markus T. muss sich demnach auch von seinem BMW 530d X-Drive und seinem BMW 320d trennen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er rund um Hausham einen schwunghaften Handel mit Kokain und Dopingmitteln wie Testosteron unterhielt. Das Kokain ließ er sich wie die Dopingmittel per Post aus Hamburg schicken. Die Drogenpakete landeten ganz banal in Packstationen. Adressiert waren sie an Fantasienamen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.T. GAUTIER