„Mit diesem Piloten kann nichts schiefgehen“: Ministerpräsident Markus Söder und Hollywood-Star Richard Gere am Set von „Left Seat“. © Instagram/Markus Söder (2)
Die Dreharbeiten am Flugplatz sorgten für Aufregung. © Stefan Schweihofer
Mit Michelle Rodriguez plauderte der CSU-Chef beim Besuch in Warngau.
Warngau – Voller Bewunderung schaut Markus Söder zu dem weißhaarigen Mann zu seiner Linken. „Mit diesem Piloten im Flieger kann nichts schiefgehen“, kommentiert Bayerns Ministerpräsident das Foto mit Hollywood-Star Richard Gere, aufgenommen im Cockpit eines Kleinflugzeuges. Auf seinem Instagram-Kanal teilte Söder am Wochenende Bilder von seinem Besuch bei Dreharbeiten in Warngau im Landkreis Miesbach.
Die Filmproduktion hatte vergangene Woche bereits aus anderen Gründen Aufsehen erregt. Fahrgäste der Bayerischen Regiobahn sahen ein Wrack am Warngauer Flugplatz und zückten die Handys, einige meldeten den vermeintlichen Absturz eines Kleinflugzeugs. Die Polizei klärte auf, dass es sich um Dreharbeiten handelt. Und dass das ramponierte Flugzeug Requisite eines Hollywood-Films ist, der ausschließlich in Bayern gedreht wird.
Oberbayern statt kanadische Wildnis: Für „Left Seat“ wurde der Warngauer Flugplatz zum „Blue River Airport“. Michelle Rodriguez spielt in dem Action-Thriller eine Passagierin, die ein Charterflugzeug steuern muss, nachdem der Pilot ohnmächtig geworden ist. Unterstützt wird sie im Film von einem erfahrenen Piloten, den Richard Gere verkörpert. Eine Woche lang drehte das Filmteam die deutsch-amerikanische Koproduktion in der Gemeinde, bestätigt Bürgermeister Klaus Thurnhuber.
Der FilmFernsehFonds Bayern (FFF) fördert „Left Seat“ mit 500.000 Euro. 2025 haben alle deutschen Filme, die mehr als eine Million Besucher im Kino gesehen haben, Fördermittel aus Bayern erhalten. Darunter „Das Kanu des Manitu“ und „Wunderschöner“. „September 5“ erhielt gar eine Oscar-Nominierung. Bayern investiert jährlich rund 40 Millionen Euro in unterschiedliche audiovisuelle Projekte, darunter Kino- und Fernsehfilme, Serien, aber auch Videospiele.
Dass im Freistaat zahlreiche in- und ausländische Filme entstehen, betont auch Söder, der Bayern als „Blockbuster-Schmiede“ bezeichnet: „Wir haben eine sehr starke Filmbranche mit fast 12.000 Arbeitsplätzen“, schreibt er. „Wir sind das deutsche Powerhouse für nationale und internationale Produktionen – und heißen Stars wie Richard Gere immer gern willkommen!“ Den fertigen Film erwarte Kinofan Söder bereits mit Spannung. Der Termin für den Kinostart steht noch nicht fest.KATHRIN BRACK