LIEBE KINDER

von Redaktion

Waldemar brummte: „Die Mauersegler sind zurückgekehrt. Sie gehören zu den ersten Zugvögeln, die im Frühjahr aus ihren Winterquartieren zurückkommen, und wisst Ihr, wie weit sie dabei fliegen?“ „Wahrscheinlich sehr weit, wenn Du so fragst“, quakte ich. „10.000 Kilometer“, brummte Waldemar, „und das ohne eine einzige Pause, weil sie eben im Schlaf fliegen können.“ „Es ist nur ein Halbschlaf“, schnatterte Agnes, „genauer gequakt, ein Halbhirnschlaf.“ „Halbhirnschlaf?“, quakte Klara, „was soll das sein?“ „Eine Gehirnhälfte schläft, die andere ist wach“, schnatterte Agnes, „das haben Zweibeiner-Forscher herausgefunden. Dort, wo Mauersegler den Winter verbringen, nämlich im südlichen Afrika, ist am Boden kein Ruheplatz bekannt, wo sie schlafen würden. Sie sind also immer in der Luft.“ „Auch zum Fressen?“, quakte Klara. „Jep“, schnatterte Agnes, „Mauersegler fangen in der Luft Insekten.“ „Aber zum Trinken müssen sie doch zumindest mal runter“, quakte ich. „Sie kommen runter“, schnattere Agnes, „aber sie landen nicht. Sie fliegen mit offenem Schnabel über einen See oder Fluss, um Wasser aufzunehmen. Diesen Halbhirnschlaf können übrigens auch andere Tiere, zum Beispiel Delfine, Wale und Robben.“ Nun musste ich grinsen. „Ich glaube, manche Schüler können das auch“, quakte ich. „Ich hab mal in ein Klassenzimmer gelurt, und da sah es so aus, als würden manche nur mit der einen Gehirnhälfte dem Lehrer zuhören und mit der anderen Gehirnhälfte schlafen.“

Eure Paula

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