Pamela Czuczman beim DSDS-Auftritt. © RTL
DSDS war nicht das erste Casting für Pamela Czuczman. Sie hatte bereits an mehreren TV-Shows teilgenommen. Die Entscheidung, nun vor Dieter Bohlen und seiner Jury zu singen, fasste sie relativ spontan. Aber mit einem klaren Ziel: „Ich wollte der Welt zeigen, dass man auch nach einer schwierigen Kindheit im Leben stark werden kann.“ Denn in ihrer Kindheit hat die 29-Jährige aus Au in der Hallertau (Kreis Freising) viel Mobbing erlebt. Trotzdem hat sie es geschafft, sich treu zu bleiben. „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, sagt sie. Ob sie es wirklich in die Show schaffen würde, war nicht klar. Umso mehr freute sie sich, als die Zusage kam. „Der Gang vor die Jury war mein persönlicher Sieg über meine Vergangenheit.“
Sie beschreibt sich selbst zwar nicht als „Granatensängerin“ – aber Musik spielte in ihrem Leben immer eine große Rolle. Als Kind sang sie viel gemeinsam mit ihrem Vater. Außerdem half ihr Musik, Emotionen zu verarbeiten. Vor ihrem Auftritt bei DSDS hat Czuczman Gesangsstunden genommen, um den von ihr gewählten Song „My heart will go on“ gezielt mit professioneller Hilfe zu üben. Das Lied aus dem Film „Titanic“ bedeutet ihr viel. Ihr DSDS-Vorsingen war ihre erste Gelegenheit, vor mehreren Leuten zu singen, weshalb ihr Auftritt vor der Jury mit viel Aufregung verbunden war. „Obwohl ich eigentlich vor der Show dachte, dass ich ganz entspannt an die Sache herangehen würde.“ Sie hatte sich getäuscht. „Vor Dieter Bohlen habe ich mich wie ein kleiner Babylöwe gefühlt“, erzählt sie lachend. Die Party-Schlagersängerin Isi Glück, die in diesem Jahr Teil der Jury ist, ist für Pamela Czuczman ein Vorbild. Und auch der Gangsta-Rapper Bushido war absolut respektvoll, erzählt sie. „Mein Favorit war aber Dieter Bohlen. Er sagt genau wie ich immer, was er denkt und fühlt, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.“
Die 29-Jährige träumt davon, berühmt zu werden. Auch, um der Welt etwas zurückzugeben, betont sie. Sie möchte sich für die Ozeane einsetzen und für Kinder in Armut. Ein großer Antrieb für sie ist auch ihre Mutter. „Sie hat immer alles für mich getan. Nun will ich ihr einfach all das Gute zurückgeben. Alles, was ich tue, tue ich auch für sie.“ Das Weiterkommen in der Show ist nicht ihr wichtigstes Ziel. Das Casting habe ihr Selbstbewusstsein gestärkt, betont sie. „Bei DSDS wurde ich so genommen, wie ich wirklich bin.“SARAH FIEGER