Ohne Drucker läuft bei der Wahl nichts.
Alling – Selbst im digitalen Zeitalter läuft bei einer Kommunalwahl nichts ohne Drucker. Die Wahlergebnisse müssen zu Dokumentationszwecken ausgedruckt und vom Wahlvorstand unterschrieben werden. Ob in den Wahllokalen oder im Rathaus ausgedruckt wird, entscheiden die Kommunen. Aber die Daten dürfen aus Sicherheitsgründen nicht per Internet ins Rathaus geschickt werden, sie müssen per USB-Stick transportiert werden. Deshalb wird in vielen Kommunen direkt im Wahllokal gedruckt. Zum Beispiel in Alling im Kreis Fürstenfeldbruck.
Bei der Wahl vor sechs Jahren hatte man noch Drucker aus dem Rathaus in die Wahllokale gebracht, erklärt Rainer Kempka, der im Rathaus für die IT zuständig ist. Inzwischen gibt es aber nur noch Stockwerkdrucker, die könne man nicht einfach für einen Tag umziehen. Die Gemeinde wollte die Drucker bei einem IT-Dienstleister ausleihen. „Die Miete wäre aber teurer gewesen, als sie zu kaufen“, sagt Kempka. Also investierte Alling in acht kleinere Drucker – einen für jedes Wahllokal. Nun werden sie allerdings nicht mehr gebraucht. „Und wer weiß, ob sie in sechs Jahren noch funktionieren oder kompatibel sind“, sagt Bürgermeister Stefan Joachimsthaler. Also werden die neuen Drucker verkauft – die Gemeinde hat ein Inserat aufgegeben.
Auch Germering hatte für die Wahl Drucker angeschafft. Dort will man für die Geräte nun einen anderen Einsatz finden. In Fürstenfeldbruck wurden die Ergebnisse im Rathaus ausgedruckt. Die Stadt hat 120 Laptops ausgeliehen und USB-Sticks gekauft. „Die können hoffentlich für künftige Wahlen verwendet werden“, heißt es. Gröbenzell hat einen noch billigeren Weg gefunden: Es wurden Notebooks und Drucker von Mitarbeitern verwendet.EVA STRAUSS