Freyung spielt auf

von Redaktion

Vom Mittelalter bis zum Rock: Landesausstellung feiert Bayerns Klänge

Die Konzertina gehört fest zur fränkischen Volksmusik.

Der Eingang zur Landesausstellung in Freyung.

„Posthornklänge“: Das Gemälde von Friedrich Ortlieb (1839-1909) zeigt einen Postillion mit Pferd. © HDBG (3)

Freyung – Musik aus Bayern ist viel mehr als Rum-ta-ta. Die diesjährige Bayerische Landesausstellung in Freyung soll deshalb insbesondere ein Fest für die Ohren werden. Von Mittelalter-Klängen bis Rock-Ikonen am Faden – im Bayerischen Wald erleben Besucher also Musikgeschichte für alle Sinne und werden zum Selbermachen animiert. Die Organisatoren kündigen „an jedem Ausstellungstag Live-Musik“ an – also insgesamt 199 Tage lang. Die große Ausstellung „Musik in Bayern“ startet heute und dauert bis 8. November.

Die Schau beschäftigt sich nicht nur mit Volksmusikgruppen sowie Pop- und Rockbands oder dem berühmten Knabenchor Regensburger Domspatzen. Auch internationale Musiker, die immer wieder für Konzerte im Freistaat gastieren, sind Ausstellungsgegenstand. So sind die Rolling Stones dabei, die schon im vergangenen Jahrhundert in München für spektakuläre Auftritte im Circus Krone, in der Olympiahalle und im Olympiastadion sorgten. Allerdings sind die in Freyung gastierenden Stones dann doch wieder typisch bayerisch, also eher schwäbisch: In der Ausstellung wird die legendäre Band um Mick Jagger von Marionetten der Augsburger Puppenkiste gedoubelt.

„Die Musik gehört natürlich in Bayern zum täglichen Leben“, sagt Richard Loibl, der Chef des Hauses der Bayerischen Geschichte. Sie werde zur Repräsentation eingesetzt und mit ihr werde Politik gemacht. Zudem gebe es nicht nur durch die Gastspiele Verbindungen zu den Weltstars von den Stones oder den Beatles, betont Loibl. Denn diese Musiker hätten sich ihre Instrumente teils von Herstellern aus dem Freistaat geholt.

Als „Liebeserklärung an den Freistaat“ bezeichnet Kunstminister Markus Blume die Ausstellung. „Musik ist identitätsstiftend und untrennbar mit Bayern verbunden. Das weiß auch das Haus der Bayerischen Geschichte und liefert mit der neuen Landesausstellung einmal mehr ab.“ Die Ausstellung versteht sich als musikalische Zeitreise und präsentiert Bayerns Musikentwicklung durch die Jahrhunderte. Dafür gebe es viele Hörstationen, Raumklänge – und Mitmachstationen. „Ob Musik vor 500 oder 5 Jahren geschrieben wurde, sie gehört zum Sound der Gegenwart“, sagen die Macher der Schau.ULF VOGLER

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