Mädchen vergewaltigt

von Redaktion

Junger Afghane in Augsburg vor Gericht

Augsburg – Mitten auf dem Augsburger Königsplatz soll ein 19-jähriger Afghane eine drei Jahre jüngere Ukrainerin belästigt, sie sich dann über die Schulter gelegt, in seine Wohnung verschleppt und dort dreimal vergewaltigt haben. Seit gestern muss sich der Mann deswegen vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten.

Das mutmaßliche Opfer erinnert sich kaum an die Nacht vom 7. Juli vergangenen Jahres. Eine Freundin hat die Taten in der Einzimmerwohnung jedoch laut Anklage beobachtet. Nachdem der Angeklagte die Sechzehnjährige mit Wodka und Cannabis gefügig gemacht haben soll, soll er ihr das Handy abgenommen und die Tür abgeschlossen haben. Er habe ihr einen dicken Knutschfleck am Hals beigebracht und sich unter einer Decke an dem Mädchen vergangen. Im Prozess schwieg der Angeklagte, doch ein Foto, das die Freundin in der Nacht von ihm machte, und seine DNA in der Unterhose der Geschädigten belasten ihn schwer.

Drei Monate nach der Tat wurde er festgenommen. Im Verhör sagte er damals, er habe den Mädchen nur ein Nachtquartier angeboten, weil ihre Straßenbahn schon abgefahren sei. Er habe nur mit ihr unter der Decke gekuschelt. „Ich sah mich in einer Beschützerrolle, weil ich Angst hatte, dass die anderen etwas mit ihr machen“, sagte er nach Angaben eines Ermittlers.

Die Richterin ersparte der Jugendlichen eine Konfrontation mit dem Tatverdächtigen im Gericht, spielte nur ihre Videovernehmung vor. Sie litt vor allem unter dem alkoholbedingten Filmriss: „Gar nichts ist mehr gut“, sagte sie in der Vernehmung weinend. Der Prozess wird fortgesetzt.

Artikel 4 von 11