von Redaktion

Auf einem sonnigen Stein saß Agnes. „Das da“, quakte sie und deutete auf die summenden Punkte über uns, „sind Bienen. Im Frühling haben sie allerhand zu tun.“ Ich rückte näher. „Aber wo waren die den ganzen Winter? Ich habe hier kaum eine einzige gesehen.“ Agnes nickte. „Honigbienen bleiben im Winter in ihrem Stock. Dort kuscheln sie sich ganz dicht aneinander in eine Wintertraube. In der Mitte sitzt die Königin schön warm. Die anderen Bienen bewegen ihre Flugmuskeln, um Wärme zu machen.“ Klara staunte. „Also eine Wärmedecke aus Bienen?“ „Ganz genau“, sagte Agnes. „Und Hummeln machen es anders. Bei ihnen überlebt meistens nur die junge Königin den Winter. Sie versteckt sich im Boden, unter Laub oder in kleinen Ritzen und schläft dort, bis es wieder wärmer wird. Die anderen aus dem alten Hummelstaat sterben im Herbst.“ In diesem Moment sauste eine Honigbiene vorbei, drehte eine merkwürdige Schleife in der Luft und verschwand Richtung Wiese. Klara legte den Kopf schief. „Was war denn das? Sah fast aus wie ein kleiner Tanz.“ Agnes lachte. „Das passt gut! Honigbienen haben tatsächlich eine Art Tanzsprache. Wenn eine Biene eine tolle Futterquelle findet, dann macht sie im Stock den sogenannten Schwänzeltanz. Damit zeigt sie den anderen, in welche Richtung und wie weit weg gute Blumen zu finden sind.“ Klara war beeindruckt. „Wir Enten schnattern einfach drauflos. Bienen machen daraus gleich ein ganzes Wegbeschreibungssystem.“ Eure Paula

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