Fingerspuren werden am PC ausgewertet. © A. Beier
Die Daktyloskopie beim LKA liefert eindeutige Beweise. Ursula Schmidt analysiert als eine von 40 Experten täglich Hunderte Fingerspuren von Tatorten. Einbrüche sind oft nicht leicht aufzuklären. Außer: Der Täter findet Schokolade – und bricht ein Stück ab. Den Fall hat es wirklich gegeben, erzählt die Erste Kriminalhauptkommissarin schmunzelnd. Linie für Linie vollzieht sie täglich Handmuster am Computer nach. Die Millionen von Spuren in der Datenbank können in 25 Ländern abgeglichen werden.
Abdrücke am Handy sowie Fettflecken am Schaltknauf im Auto bezeichnet Schmidt als „wunderschöne Spuren“ – die sind klar erkennbar. So wie im Fall des Frauenmörders Horst David: Ihm konnten noch Taten von 1975 nachgewiesen werden, weil er damals ein Cola-Glas berührt und die Polizei seine Abdrücke gesichert hatte. Seit 1994 nutzt das LKA das digitale Programm AFIS – und überführte David, der im Verhör weitere Morde gestand.THI