Fischhausen/Neuhaus – Ein Regionalzug hat am Sonntag im Kreis Miesbach zahlreiche Betonbrocken überfahren, die unbekannte Täter auf die Gleise gelegt hatten. Laut Polizei handelt es sich um 16 Betonteile, die auf einer Länge von 70 Metern verteilt waren. Die Brocken hatten einen Durchmesser von 20 bis 30 Zentimetern. Sie könnten von einem nahe gelegenen Schutthaufen stammen. Sie wurden von den Rädern der Lok zermahlen oder wegkatapultiert. Der Lokführer hatte der Polizei berichtet, dass sich nahe des ersten Hindernisses zwei junge Männer befunden hatten. Sie seien kurz darauf wieder am Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus aufgetaucht, als der Zug dort zum Stehen gekommen war. Von dort seien sie mit E-Rollern Richtung Fischbachau gefahren. Eine noch in der Nacht eingeleitete Fahndung blieb erfolglos.
Die Bahnstrecke Schliersee–Bayrischzell war knapp drei Stunden gesperrt. Der Schaden am Zug wird auf 50.000 Euro geschätzt. Der Zugführer erlitt einen Schock.