Der Bayerische Jagdverband mit seinen 50.000 Mitgliedern ist in den vergangenen Jahren vor allem als zerstrittener Haufen wahrgenommen worden. Führende Funktionäre überzogen sich gegenseitig mit Manipulationsvorwürfen und pflegten Auseinandersetzungen, die nicht selten vor Gerichten ausgetragen wurden. Hubert Stärker, der ja auch nur mit einer knappen Mehrheit gewählt wurde, hat viel zu tun, wenn er die verfeindeten Lager wieder zusammenführen will.
Gewählt worden ist der Unternehmersohn wohl vor allem wegen der verbreiteten Unzufriedenheit mit einem autoritären Präsidenten und dauernden Querelen, weniger wegen klarer inhaltlicher Unterschiede bei Naturschutz und Jagdausübung. Weidenbusch hat mit selbst bei Jägern umstrittenen Positionen hier viele Scherben hinterlassen. Es ist zu hoffen, dass Stärker umstrittene Positionen abräumt und kompromissbereiter auftritt, etwa bei der Durchsetzung einer konsequenten Jagd und der Bekämpfung von Wildverbiss.