Kommt ein Bad geflogen

von Redaktion

Studentenstadt: Neue Wohnungen in Modul-Bauweise werden fertiggestellt

Haben sich ein Bild vor Ort gemacht: Die Minister Christian Bernreiter (Mi.) und Markus Blume (re.) sowie Baunova-Chefin Kristina Frank.

Mit einem Kran wurde eins der letzten Fertigbäder komplett vormontiert in das Haus 12 eingehoben. © Markus Götzfried (3)

München – Vorsichtig setzt sich der Kran in Bewegung und hebt einen massiven Metallblock in die Luft. Darin eingepackt: ein fertiges Badezimmer. Langsam tragen die Ketten die Konstruktion zur vorgesehenen Plattform, direkt vor die Öffnung, die später einmal eine Studierendenwohnung sein wird. Dort warten bereits vier Arbeiter. Sie nehmen eines der letzten Fertigbäder entgegen.

Seit rund zwei Jahren herrscht in der Studentenstadt in Freimann reger Baustellenbetrieb. Die beiden größten Gebäude, Haus 9 und Haus 12, werden wegen gravierender Mängel beim Brandschutz von der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft Bayernheim saniert. „Wir sind voll im Zeitplan – nein, sogar etwas schneller“, freut sich Bayerns Bauminister Christian Bernreiter. Gemeinsam mit Wissenschaftsminister Markus Blume verschafft er sich vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. „Unser Ziel ist: mehr, schneller, nachhaltig und bedarfsgerecht bauen.“

Gerade für Studierende sei die Wohnungssuche auf dem Münchner Markt schwierig. „Deswegen wollen wir das Projekt so weit wie möglich unterstützen“, betont Blume. Bis zu 151 Millionen Euro investiert der Freistaat in die Sanierung.

Rund 17 Quadratmeter sollen die Wohnungen groß sein. Die Kaltmiete soll bei 300 Euro liegen – und dank einer Belegungsbindung für 40 Jahre stabil bleiben. „Für München ist das eine Sensation“, betont Bernreiter. Standardmäßig werden die Zimmer mit Bett, Schreibtisch samt Stuhl, Schrank und Küche ausgestattet. Eine Musterwohnung, eingerichtet in einem Container, können die beiden Minister direkt besichtigen.

Mitten in der hellen Wohnung steht das Badezimmer. „Dabei handelt es sich um ein Fertigbad – mit Dusche, WC und Waschbecken“, erklärt Projektleiter Christoph Jarisch. Die Module werden komplett vormontiert in die Gebäude gehoben und dort eingesetzt. Fast wie beim Computerspiel Tetris fügen sich die Blöcke in die Wohnungen ein. Spätestens Ende 2027 sollen die Apartments in Haus 12, Ende 2028 die Zimmer in Haus 9 bezugsfertig sein.ANASTASIA BONDARENKO

Artikel 1 von 11