Mit etlichen Rettungsbooten suchten die Einsatzkräfte im Schliersee nach dem 17-Jährigen. © BRK
Schliersee – Vielleicht war es eine Mutprobe, vielleicht auch nur eine Schnapsidee: Ein 17-Jähriger aus Weyarn ist am Sonntagabend nach einer Party am Schliersee in das nur zwölf Grad kalte Wasser gestiegen und weit rausgeschwommen. Als er nicht zurückkehrte, wählten seine Freunde panisch den Notruf. Weil die Lage zunächst unklar war und akute Lebensgefahr bestand, wurden rund 80 Einsatzkräfte ans Westufer des Sees geschickt. Doch die Suchaktion konnte glücklicherweise schnell beendet werden. Gegen 21 Uhr lokalisierte das Rettungsboot der Feuerwehr den erschöpften und alkoholisierten Mann am Ufer des Campingplatzes. Er war quer über den See geschwommen und geschwächt und unterkühlt am Ufer angekommen. Ein Notarzt versorgte den 17-Jährigen, anschließend wurde er ins Krankenhaus gebracht.
Das Rote Kreuz appelliert nach diesem Einsatz: „Gerade bei den aktuell niedrigen Wassertemperaturen besteht bereits nach kurzer Zeit Lebensgefahr.“ Der Fall am Sonntagabend zeige einmal mehr, wie schnell scheinbar kontrollierbare Situationen am Wasser eskalieren können, betont der BRK-Kreisgeschäftsführer Simon Horst. Das Risiko kalter Gewässer dürfe man nicht unterschätzen. Er ist froh, dass der Einsatz am Schliersee so glimpflich ausgegangen ist.SG