München – Bayerns Kultusministerium will den Schülerrückgang in der Mittelschule durch weitere Reformen stabilisieren. So werde das jahrgangsübergreifende Lernen (JAMI) künftig auf 50 Mittelschulstandorte ausgeweitet, kündigte FW-Schulexperte Martin Brunnhuber im Landtag an. Schüler mit Lernproblemen können dort die Jahrgangsstufen 5 und 6 bei Bedarf in drei statt zwei Jahren absolvieren. Zudem sollen Lehrkräfte in den Jahrgängen 5 bis 7 mehr Spielraum bei der Stundentafel erhalten. Sie können verstärkt die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichten – auch über die vorgesehene Stundenzahl hinaus. Als weitere Neuerung wird es einen dreijährigen Schulversuch geben, um einen integrierten M-Zug im gewohnten Klassenverband zu erproben. „Damit eröffnen wir leistungsstärkeren Schülern zusätzliche Wege zum mittleren Schulabschluss“, sagte Brunnhuber. Ein weiteres Element des „Pakets“ ist die verstärkte Projektarbeit in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 mit benotetem Leistungsnachweis. Derzeit besuchen 207.000 Schüler und Schülerinnen die Mittelschule, etwas mehr als in den Vorjahren, aber viel weniger als noch in den 1990/2000er-Jahren. Die Mittelschule bleibe aber „eine starke Schulart“ und „das Rückgrat der beruflichen Bildung“, sagte Kultusministerin Anna Stolz (FW).DW