von Redaktion

„Ist euch aufgefallen, dass Waldemar schon die ganze Woche über ständig gähnt?“, schnatterte Klara gestern. Agnes quakte: „1. Mai, alles klar, oder?“ Da fielen bei Klara und mir die Groschen. „Im Dorf wird ein Maibaum aufgestellt“, schnatterte ich. „Und Waldemar hat die letzten Nächte im Maibaumstüberl bei der Maibaumwache verbracht“, quakte Klara. Unser Waschbär beschrieb uns begeistert, wie schön und lang der neue Maibaum ist. „Den will ich sehen“, schnatterte Klara. Das wollten wir auch, und so gingen wir alle gemeinsam zu der Feier am Dorfplatz, wo der neue Maibaum aufgestellt wurde. Waldemar hatte nicht zu viel versprochen. Der Maibaum war wirklich sehr lang. „Und wie schön er bemalt ist“, quakte Klara hingerissen. „Weiß und blau, die Farben des Himmels und der Wolken“, schnatterte Agnes. „Es gibt übrigens auch Gegenden, wo der Stamm nicht bemalt wird“, brummte Waldemar. Er hatte das im Maibaumstüberl gehört. „Ich mag es, wenn der Baum Farbe hat“, quakte ich. Das Aufstellen war für die Zweibeiner eine sehr anstrengende Sache. In unserem Dorf machten sie das mit langen Stangen ganz ohne Maschinen. Viele Hände wurden dafür gebraucht, und es dauerte einige Stunden. Als der Baum stand, tanzten alle auf dem Dorfplatz. „Ein schönes Fest“, schnatterte Klara wieder. Wir konnten sehen, wie stolz die Zweibeiner auf den neuen Maibaum waren. Einer von ihnen hielt eine Rede. „So was Großes ist nur möglich, wenn alle zusammenhelfen“, sagte er.

Eure Paula

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