Erding – Sieben Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation sind vom Erdinger Amtsgericht zu Geldstrafen verurteilt worden. Sie hatten im Mai 2024 den Flughafen München für mehrere Stunden lahmgelegt. Sechs der Aktivisten erhielten eine Geldstrafe von je 140 Tagessätzen à 15 Euro, eine Frau muss dies für 160 Tagessätze berappen. Das Gericht blieb damit unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von je einem halben Jahr gefordert hatte.
Die Angeklagten hatten in Zweiergruppen an mehreren Stellen Löcher in den Zaun geschnitten und sich auf drei Straßen auf dem Flughafengelände mit einem Klebstoff-Sand-Gemisch angeklebt. Eine der Gruppen wurde vorzeitig abgefangen. Da sich die Aktivisten nicht direkt auf einer der Startbahnen, sondern nur auf Zuwegen festgeklebt hatten, blieben nur die Anklagepunkte wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch übrig – die Schäden am Zaun und an der Straße beliefen sich auf insgesamt 5600 Euro.
Bereits zum Prozessauftakt hatten die Angeklagten resigniert angegeben, nun solche Aktionen nicht mehr durchzuführen. Die Gruppierung Letzte Generation habe sich mittlerweile aufgelöst. Das zivilrechtliche Verfahren wegen Schadenersatzforderungen unter anderem wegen der etwa 70 annulierten Flüge läuft noch. Wegen anderer Urteile haben die Angeklagten ohnehin schon Schulden in Millionenhöhe.RS