Kein Zutritt: Dieser Steg im Erholungsgelände „Paradies“ am Starnberger See ist abgesperrt. © Andrea Jaksch
Possenhofen – Zum Ärger von Sonnenbadern und Frühsommerschwimmern sind derzeit die Stege am Erholungsgelände „Paradies“ in Possenhofen am Starnberger See gesperrt. „Die Leute schreien uns an, sie wollen wissen, was das soll. Dabei sind wir gar nicht zuständig“, sagt Cathrin Dierks vom Kiosk „Steg 1“ am gleichnamigen Holzsteg. Gesperrt hat die Plattformen über dem Wasser die Stadt München, Eigentümerin des Erholungsgeländes. Der Grund: Sie sind sanierungsbedürftig.
Sauer ist auch Burkhardt Schütz, Vorsitzender des Kneippvereins Starnberg. „Jahrelang verrotten die Stege, und wenn der Sommer kommt, erfolgt eine Sperrung“, schrieb er auf Facebook. Seit zwei Jahren habe ein Vereinsmitglied vergeblich versucht, die Reparatur einer kaputten Treppe vorn am Steg zu erwirken. Die Informationen der Stadt München seien äußerst spärlich geflossen, sagte Schütz unserer Zeitung. Zuletzt war die gesperrte Treppe wieder frei, seit Donnerstag ist allerdings der komplette Steg mit Bauzäunen abgeriegelt.
Auch der Gemeinderat Pöcking hat sich bereits mit dem Thema befasst. Hans-Christoph von Gronau (Grüne) äußerte Unverständnis: „Warum wurde nicht schon im Winter etwas unternommen?“ Bürgermeister Rainer Schnitzler (PWG) sagte, er gehe davon aus, dass die Stadt München sich zeitnah um eine Lösung kümmern werde. Anfragen unserer Redaktion beantwortete das Münchner Baureferat bis Redaktionsschluss nicht.GMA/MÜL