Forstenried: Ärger um Glasfaserbau/Lagerplatz sorgt für Probleme

von Redaktion

München – Der geplante Glasfaserausbau bringt schnelleres Internet – er sorgt im Münchner Süden aber auch für Ärger. Eine städtische Fläche an der Forstenrieder Allee, Ecke Liesl-Karlstadt-Straße, ist vom Kommunalreferat München für rund eineinhalb bis zwei Jahre an die Deutsche Telekom als Lagerplatz vermietet worden. Während der Bauarbeiten sollen dort Materialien für den Ausbau des Glasfasernetzes gelagert werden. Für das Viertel hat diese Entscheidung jedoch spürbare Folgen. Denn die Fläche wird bislang regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Fällt sie weg, könnten traditionsreiche Termine wie das Dorffest, Zirkusgastspiele oder auch der jährliche Christbaumverkauf im Stadtteil vorerst nicht stattfinden.

Im Bezirksausschuss (BA) Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln stößt die Lösung daher auf Kritik. Das Gremium fordert, Alternativen zu prüfen. Konkret regt der Bezirksausschuss an, eine Fläche südlich der Liesl-Karlstadt-Straße als möglichen Lagerplatz für das Baumaterial zu untersuchen. Veronika Mirlach (CSU) sagt: „Als weiteren Standort könnte man auch die Zufahrt beim Stäbli-Schwimmbad nutzen.“

Neben den Nutzungskonflikten wurde auch die Verkehrssicherheit thematisiert. „Die Fläche liegt direkt gegenüber einem Schulausgang, und mit dem Baustellenverkehr und Lieferfahrzeugen ist das eine Riesengefahr für die Kinder“, sagt Hannelore Prechtel (SPD). Der BA drängt deshalb darauf, dass Stadtverwaltung und Telekom noch einmal nach praktikablen Alternativen suchen.DOK

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