Lässt prüfen: der Wirt Alexander Egger. © Michaela Stache
Er sorgt seit Tagen für Angst und Schrecken auf der Wiesn – jetzt wehrt sich „Münchner Stubn“-Wirt Alexander Egger gegen massive Kritik: „Einige Wiesn-Wirte unterstellen mir, ich gefährde den Charakter des Oktoberfests massiv“, teilte er gestern mit. Sie sprächen „vom Untergang der Wiesn und ihrer Tradition“ – für ihn zu Unrecht.
Egger lässt die Regierung von Oberbayern prüfen, ob Wiesn-Zelte europaweit ausgeschrieben werden müssen. Entschieden ist nichts, doch viele haben Angst, dass dann auch Bier und Essen EU-weit ausgeschrieben werden könnten. Wiesn-Wirte-Sprecher Christian Schottenhamel warnte vor Döner und Kölsch auf der Wiesn. Für Egger zeichne das ein „befremdliches, engstirniges und völlig falsches Bild“. Er meint: Die Stadt könne auch bei EU-Ausschreibung „festlegen, welches Bier ausgeschenkt und welche Speisen angeboten werden dürfen“.
Egger hatte sich auf ein großes Zelt beworben, aber keines bekommen. Für ihn liegt das nur am „intransparenten und chancengleichheitswidrigen“ Verfahren. Sollte er gewinnen, wäre das gerade für die Besucher ein Fortschritt, so Egger: „Wettbewerb schafft ein günstiges Oktoberfest für alle Besucher, ohne jede Einbuße an Tradition.“T. GAUTIER