Renaturierung von Bayerns Mooren stockt

von Redaktion

Erlebnispfad Donaumoos.

München – Fünf Jahre nach der angekündigten Offensive zur Wiedervernässung von Mooren in Bayern hinkt die Staatsregierung ihrem eigenen Anspruch noch immer weit hinterher. Seit 2019 wurden bayernweit gerade einmal 1706 Hektar Moore wiedervernässt, wie aus einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervorgeht. Dies sind gerade einmal drei Prozent des von CSU und Freien Wählern selbst gesetzten Ziels von 55.000 Hektar bis 2040.

„Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat im Donaumoos große Versprechen gemacht – doch fünf Jahre später zeigt sich: Bayern ist beim Moorschutz immer noch viel zu langsam“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze. Dabei seien Moore die besten natürlichen Klimaschützer.

Im Mai 2021 hatte Söder angekündigt, im Donaumoos 2000 Hektar Moorfläche wieder zu vernässen und dafür 200 Millionen Euro bereitzustellen. Er nannte den Klimaschutz damals eine „pandemische Herausforderung“. Bis Ende 2025 wurden aber gerade einmal 200 weitere Hektar Moorfläche für die Renaturierung erworben. Das Donaumoos steht für die Grünen sinnbildlich für die Moorpolitik der Regierung: große Worte, aber wenig Fortschritt.DPA

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